| Nachbericht: Summerschool 2011 | | Drucken | |
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Angehende Augenoptikermeister und Bachelor schauten am Samstag, den 17.09, verwundert auf die Fenster ihrer Pension. Kleine bunte Gebilde flogen aus dem zweiten Stockwerk. Gebaut hatten diese die Teilnehmer der Summerschool 2011. Die erste kleine Aufgabe, die es zu erfüllen galt, war ein rohes Ei durch 25 Strohhalme so zu schützen, dass es einen Sturz aus 5 m Höhe übersteht. Nach einer Führung durch Knechtsteden und das ZVA-Bildungszentrum wurde abends erst einmal das Bier im nahe gelegenen Klosterhof getestet. Anschließend hatten die Meisterschüler und Studenten zum Feiern in die Kellerbar der Pension geladen.
Ab Sonntag stand ein straffes Programm auf dem Plan. Am Vormittag hörten sich die Summerschooler, alles frisch gebackene Gesellen oder Lehrlinge im dritten Lehrjahr, einen Vortrag zur Tränenfilmanalyse an. Im darauf folgenden Praktikum konnte gleich überprüft werden, ob alle Untersuchungen wirklich funktionieren. Die Break up time war schwer zu messen. Daher wurde der Keratograph für genauere Messungen herangezogen. Nachdem die Grundlagen gelegt waren, stellten die 11 Teilnerhmer der diesjährigen Summerschool Thesen auf, die es zu beweisen oder zu widerlegen galt wie zum Beispiel:. Beeinflusst Rauchen den Tränenfilm negativ? Führen Kosmetika zu einem öligeren Tränenfilm? Wie können solche Fragestellung untersucht werden? Es wurde ein Fragebogen für Probanden entworfen, und überlegt, welche Messungen notwendig sind. Nach einer weiteren kurzen praktischen Übung waren alle reif für den Feierabend. Doch statt ruhig auf der Couch zu sitzen, besuchten wir die Kletterhalle in Chorweiler. Wir brauchten die geballten Kräfte von zwölf Personen, um die „flying bridge“ im Hochseilgarten zu überqueren.. Wer immer noch nicht genug hatte, stürmte an diesem Abend noch die Dormagener Fußgängerzone.
Viertel vor acht ging es am Montag weiter. Für die Untersuchungen mussten Probanden gefunden werden. Unter den Studenten der ZVA-Akademie fanden sich viele willige „Opfer“, die nebenbei ganz begeistert von den Fähigkeiten angehenden Gesellen waren. Die Spaltlampen wurden trotz des Muskelkaters von der Kletterhalle bis zum Mittag geschwenkt. Dann waren genug Probanden für eine erste Auswertung untersucht und befragt worden. Nach dem Mittagessen wurde gezählt, gerechnet und Diagramme gemalt. In kurzer Zeit entstand eine tolle Power Point Präsentation, auf der alle Ergebnisse zusammengefasst wurden. In einer Pizzeria wurde dann gemeinsam das verdiente Feierabendbierchen eingenommen. Nach der allgemeinen Sättigung ging es weiter in eine Cocktailbar.
Doch auch am nächsten Morgen mussten alle wieder fit sein. Wir durften Dr. Heiser in Köln während seiner Katarakt OPs über die Schulter schauen. Nach einem sehr netten Empfang durften sich die ersten Beiden OP Kleidung anziehen. Gleich zwei besondere Operationen wurden an diesem Morgen durchgeführt. Eine Gruppe konnte eine mature Katarakt sehen. In Deutschland tritt diese selten auf, da fast immer schon vor der völligen Trübung operiert wird. Bei einer anderen Operation waren die Zonulafasern zum Teil degeneriert, sodass sehr vorsichtig operiert werden musste, um die Kapsel nicht zu lösen. Es traten eine Menge Fragen auf, die wir Dr. Heiser nach den Operationen stellen durften. Bepackt mit diesen neuen Eindrücken folgte ein kurzer Stadtbummel durch Köln. Zurück in der ZVA-Akademie wurde das Vortragen der erstellten Präsentation geübt. Außerdem schauten wir uns mit Hilfe der indirekten Ophthalmoskopie die Netzhaut einer Teilnehmerin an. Den Abend verbrachten wir gemütlich in der Kellerbar.
Die Zeit war wie immer viel zu schnell vergangen. Schon brach der letzte Tag an. an dem auf die Teilnehmer noch eine besondere Herausforderung wartete. Die Berufsschule aus Münster besuchte das ZVA-Bildungszentrum und die Summerschooler stellten den Berufsschülern ihre kleine Studie vor. Was haben wir uns überlegt? Wie sind wir an das Thema herangegangen? Was waren unsere Ergebnisse? All das wollten die Münsteraner wissen. Nach diesem spannenden Vortrag erhielten die Summerschooler ein Zertifikat und wurden, wie es allen vorkam, nach viel zu kurzer Zeit vom Akademieleiter Günther Neukirchen verabschiedet.
Liebe Teilnehmer der Summerschool 2011, es war eine sehr schöne Woche mit euch. Macht weiter so!
Autorin: Carolin Truckenbrod
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